„40% aller Deutschen, die im eigenen Land Urlaub machen, sind im Raum der künftigen Nordkirche zu Gast.“
Bischofsbevollmächtigter Gothart Magaard bekräftigt auf der Nordelbischen Synodedie am 18. und 19. Novemebr 2011 die große Herausforderung der kirchlichen Arbeit hinsichtlich der Orte, die durch den Tourismus stark geprägt sind. Er sagte: „Insbesondere die Urlauberseelsorge ist in ihrer gesellschaftlichen Reichweite nicht zu unterschätzen.“ Kirche müsse die Urlaubszeit im Blick auf die Ansprechbarkeit vieler Menschen für kirchliche, religiöse, spirituelle und kulturelle Themen neu sehen lernen. Der niedrigschwellige Ansatz der Arbeit von Kirchengemeinden und Einrichtungen wie „Kirche am Urlaubsort“ oder „Kirche unterwegs“ sei dabei von erheblicher Bedeutung. „Für manch einen Touristen ist die Anonymität im Urlaub ein Grund, den Weg in das Kirchenzelt auf dem Campingplatz oder den Open-Air-Gottesdienst am Strand zu finden.“ Auch die geöffneten Kirchen, Pilgerwege und die Kirchenmusik seien wichtige Schwerpunkte in der Arbeit mit Urlaubern. Besonders auffällig sei mit bis zu vierzig Prozent der Anteil an männlichen Pilgern. Hier stelle sich die Frage, ob eine Bevölkerungsgruppe, die sonst deutlich seltener im kirchlichen Raum anzutreffen sei, eine passende Form für ihre Suche nach Sinn und GlauEinfügenben gefunden habe. Auch im Blick auf die geplante Fusion mit den evangelischen Kirchen in Mecklenburg und Pommern sei das Thema „Kirche und Tourismus“ intensiv zu reflektieren. Der Bischofsbevollmächtigte betonte: „40% aller Deutschen, die im eigenen Land Urlaub machen, sind im Raum der künftigen Nordkirche zu Gast.“ Diesem Umstand müsse die Kirche künftig durch tragfähige Konzepte Rechnung tragen. Eine Fachgruppe der Nordelbischen Evangelisch-Lutherischen Kirche (NEK) beschäftige sich daher derzeit mit Chancen und Herausforderungen dieser speziellen Situation."Für unsere Kirchengemeinde bedeutet dies natürlich auch, wachsam und gerüstet zu sein, unsere Kapelle in Dahme liegt mittendrin und wird von Urlaubsgästen ja bereits in den Sommermonaten vermehrt aufgesucht. Schade ist, das gerade jetzt die " Strandmission " ihre arbeit zukünftig einstellen wird. Leider stehen den jungen Menschen aus Krellingen nicht mehr genügen personelle Kapazitäten für diese Arbeit zur Verfügung. Für uns als Gemeinde kann dies nur heißen offensiv die Möglichkeiten nutzen, die ggf. die Nordelbische und künftige Nordkirche an zusätzlichen mitteln zur Verfügung stellen wird. Denn wie anders soll die imense Bedeutung der Arbeit mit Urlaubern gefördert werden wenn den Gemeinden vor Ort die materiellen Grundlage für die eignen Gemeindemitgliedern fast völlig entzogen wird.