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Die Gruber St. Jürgen Kirche

 
 
Auszug aus einem Referat eines 9 jährigen Mädchen, die im Heimatkundeunterricht zum Thema „Gruber Kirche“ schrieb.

Die Grube Kirche gehört zu den ältesten Kirchen in Schleswig-Holstein.
Erstmalig erwähnt wurde die Gruber Kirche im Jahre 1232.
Ursprünglich war der einst hohe Turm weithin sichtbar und wohl das Zentrum der Region.
Die St. Jürgen Kirche ist nach dem Heiligen St. Georg benannt. Er gilt als einer der beliebtesten Heiligen des Christentums. Er ist der Überlieferung nach, bereits ca. 300 nach Christus, als Märtyrer während der Christenverfolgung gestorben.

Erst durch die Reformation Martin Luthers wurde Anfang des 16. Jahrhunderts auch die Kirche in Grube evangelisch.
Bis dahin gab es nur katholische Kirchen.
Noch heute ist in der Grube Kirche ein wertvoller Flügelaltar. Er stammt aus der Mitte des
15. Jahrhunderts (1460 – 1480).

Die Kanzel:
Früher hat der Pastor immer von der Kanzel gepredigt. Dazu musste er eine Treppe hochgehen und stand dann erhöht auf einer Plattform über der Gemeinde. Man konnte nur seinen Kopf sehen, der Rest des Körpers wurde durch ein schönes geschlossenes Geländer verdeckt.
Heute begibt sich der Pastor in Grube nur noch am Heiligen Abend zum Predigen auf die Kanzel, alle anderen Predigten werden vom Pult gehalten.
Die Kanzel stammt aus dem Jahre 1760 und wurde von einem Gruber Handwerker gefertigt.

Der Beichtstuhl:
Links im Altarraum existiert ein Holzeckbau, der wahrscheinlich früher als Beichtstuhl diente.
Möglich ist jedoch auch, dass dieses Bauwerk die Funktion hatte, das der Pastor während die Gemeinde sang, einen Ort hatte, wo er nicht gesehen wurde.
Bevor die Kirche evangelisch wurde, ist der Pastor in den Beichtstuhl gegangen und die Menschen konnten ohne vom Pastor gesehen zu werden, ihre Sünden sagen.

Rechts im Altarraum ist eine Empore, die nur über die Sakristei zu erreichen ist. Früher hat dort der Amtmann von Cismar hinter aufschiebbaren Holzgittern gesessen und am Gottes-dienst teilgenommen. Der Herrenstuhl des Amtmannes von Cismar stammt aus dem Jahre
1657 und ist nach dem Altar das Wertvollste in der Gruber Kirche.
Heute wird diese Empore nicht mehr zum Sitzen genutzt.

Es gibt einen Taufengel und einen Taufstein.
Der Taufengel wurde früher zur Taufe hinuntergelassen. Die Taufschale steckte in einem Lorbeerkranz. Der Engel kam 1768 in die Kirche und ist aus Holz geschnitzt.
1847 wurde der Taufengel durch einen Taufstein ersetzt. Zu der Zeit nahm man Anstoß an seine Nacktheit und der Amtmann von Cismar schenkte der Gemeinde dann dafür den Taufstein. Später wurde der Taufengel auf dem Boden wiedergefunden, restauriert und wieder aufgehängt.
Der Altar
Der Schnitzaltar hat verschiedene Figuren.
Und zwar die Heilige Katharina, die Heilige Gertrud, den Heiligen Georg, und den Heiligen Mauritius, der schwarzhäutig ist.
Links und rechts auf den Außenflügeln die zwölf Apostel ( Jünger Jesu ).
In der Mitte sehen wir die Kreuzigung Jesu Christi mit den rechts und links hängenden Verbrechern und untendrunter steht und kniet das Volk.
Die Orgel stammt aus dem Jahre 1859 und wurde von einem Orgelbaumeister aus Appenrade gefertigt. Trotz ihres Alters klingt sie noch sehr schön.