B E K „ WOCHE DER BEGEGNUNG „ 20.- 23.09.2010 in Steenwijk, Niederlande
Thema: In Christus verbunden – in Freundschaft vereint
In dieser Zeit trafen sich rund 35 Küster zu einem informativen und herzlichen
Austausch. Insgesamt war dieses Treffen eine runde Veranstaltung, ausgerichtet von
den niederländischen Küster`n. Die Tage begannen mit einer Andacht in der haus -
eigenen Kapelle. Danach ein reichliches Frühstück. So ging es dann gut gestärkt
in die Tagung.Da war zum Beispiel die Bibelarbeit mit Pfarrer van Kamp: wie würde
Hans Rosenthal sagen? Das war Spitze!!! Leider war die Zeit zu kurz …..
Dann stellt sich Peter von Vente vom Fachverein CNV vor. Er berichtete von seiner
Arbeit in dieser Gewerkschaft, welche für seine politische Arbeit und Ziele auf Grund -
lage der Bibel, die zum Dienst für Gott und Mensch aufruft. Die Mitgliederzahl liegt bei
ca. 335.000. Zweimal im Jahr finden Versammlungen statt. Der Vorstand trifft sich mit
Arbeitgeber und Arbeitnehmer, zudem trifft sich der CNV zu informellen Gesprächen
mit dem Parlament. Somit wird ein direkter Einfluß auf die Politik genommen.
Die niederländischen Kirchen erhalten keine Steuergelder und müssen daher sehen, wie
sie überleben, müssen sich selber erhalten.
Als nächstes stellten sich die Schweizer Sigristen vor, die sich 1949 gegründet haben.
Ca. 830 Mitglieder aus 16 Sektionen, der Zentralvorstand setzt sich mit 9 Personen zu -
sammen. Es gibt Sigristenämter, Theologische Schulungsleiter, Schulungspersonal.
Einmal jährlich findet ein Delegiertentreffen statt. Unterstützt wird die Kirche von
Steuergeldern mit unterschiedlichen Beträgen. Die eigenen Schulungen laufen sehr
erfolgreich.
Der Mittwoch war ein toller Ausflugstag!
Nach Andacht und Frühstück ging es pünktlich um 9 Uhr mit einem Reisebus los
Richtung Kampen.
Dort angekommen, wurden wir in zwei Gruppen aufgeteilt, durch die schöne und
interessante Altstadt geführt. Alle trafen sich an der Bovenkirche wieder und auch hier
erhielten wir eine geführte Besichtigung. Dann schlenderten wir zurück zum Reisebus
und es ging weiter durch eine reizvolle Landschaft bis nach Giethoorn.
Dort wurden wir in nettes Cafe geleitet und mit demselbigen in ein Boot gesetzt.
Es folgte eine wundervolle Schipperfahrt durch kleine Kanäle, wundervoll angelegte
Gärten mit schmucken Häuschen bei wahnsinnig gutem Wetter, hinaus auf einen See.
Die allgemeine Wassertiefe beläuft sich auf einem Meter. Zurück durch kleine Kanäle
zum Ausgangspunkt. Hier erholten wir uns von den vielen tollen Eindrücken nochmals
bei unterschiedlichen Getränken. Einige Zeit später ging es mit dem Reisebus zurück
nach Steenwijk. Dort gab es gegen 19 Uhr für uns ein Barbecue. Dieser Tag klang urge-
mütlich aus.
Der Abreisetag begann mit einem Frühstück und erst danach gingen wir zum Gottes-
dienst mit Abendmahl. Den Gottesdienst hielt dieser Superpfarrer van Kamp, der
übrigens Pfarrer von der Bovenkirche in Kampen ist. Danach gab es noch einen
Abschiedskaffee und einen verdienten Applaus für die niederländischen Küster, die diese
Tage bestens organisiert haben.
Das nächste Treffen richten die Schweizer Kollegen in zwei Jahren aus.
Dann bleiben jetzt noch die einzelnen Kurzberichte der deutschen Küsterkollegen übrig,
die da wären: Mecklenburg, Kurhessen Waldeck, Bremen, Hannover, Württemberg,
Nordelbien, Braunschweig, Hessen-Nassau, Thüringen, Rheinland, Westfalen-Lippe,
Berlin....
Mecklenburg hat eine Arbeitsgemeinschaft mit 120 Küster`n ( freiwillige Beiträge), im Oktober
immer eine Woche Rüstzeit.
Kurhessen Waldeck fragt nach Arbeitssicherheit, VBG empfohlen.
Bremen feiert am 7.11.10 sein 50jähriges Bestehen, sind u.a. bei der Neugestaltung der
Rahmenordnung.
Die Fortbildungsreihe 2011 unter dem Motto Ökologie findet auf Langeoog (1ne Woche)
statt und es droht Personalabbau.
Braunschweig arbeitet an Rahmenordnung. Aus- u. Weiterbildung von Ehrenamtlichen
bei der VBG.
Hessen-Nassau beklagt Mangel an hauptamtlichen Küster`n. Eine Fortbildung von der
Landeskirche ist mangels Anmeldungen ausgefallen. Einsparungspotenzial „Küster“, Sach-
und Personalkosten zusammengelegt, autonome KGM, Verdi hat sich ausgeklinkt, unüber-
sichtliche Situation. Fortbildungskosten von 150 Euro selbst bezahlen!
Thüringen, speziell Apolda, hat Vertretungsschwierigkeiten, Betriebshandwerker unter der
Woche und am Wochenende Küster, ist Küster mit Leib und Seele, überlegt, was er in
seiner Arbeitszeit weglassen kann. Thüringen gehört zur Landeskirche Mitteldeutschland
und Treffen finden 1 – 2 mal im Jahr statt und es steht ein Etat von 1000 Euro zur Ver-
fügung. Ansonsten liegt die Finanzierung bei den KGM, auch Stellenzuweisungen.
Rheinland führt seit 9 Jahren mit der VBG Lehrgänge für Kirche und Küster durch, ehren-
amtliche werden nicht geschult( bis 12,0 Std. geringfügig). 4. Kurs mit Prüfung, Referenten
kommen von der Landeskirche, bezahlt von den KGM ( ~ 13.000 Euro), Nachwuchs-
sorgen, Klientel mehr VZ nach Abstinenz.
Westfalen-Lippe hat 660 Mitglieder, sinkende Mitgliederzahl, Landeskirche ( Amt für
Mission) richten Lehrgänge aus, aber stark gekürzt, Motto: wir versuchen zu arbeiten!?
Berlin ist als Gast vor Ort, weil nicht anders möglich, obwohl es einem Gesamtkonvent
gibt. Die Landeskirche betreibt eine aktive Aus – und Weiterbildung, finanziert von den
KGM, der Grundlehrgang dauert 40 Tage, verkürzte Zeit bei Ehrenamtlichen(1ne Woche).
Gudrun Bruhs