Kirchengruss
Weihe der Geroldskapelle in Dahme am 24. Mai 1964
Tut mir auf die schöne Pforte,
führt Gottes Haus mich ein;
ach wie wird an diesem Orte
meine Seele fröhlich sein!
Hier ist Gottes Angesicht, hier ist lauter Trost und Licht.
sang vor bald 50 Jahren die Gemeinde vor der Kirche zur Weihe der Geroldskapelle in Dahme.
Danach die feierliche Schlüsselübergabe durch Propst Wassner an Pastor Dr. Hein. 
" Möge hier eine Zufluchsstääte entstehen, in der der Gemeinde Gottes Geborgenheit gescheckt wird,"
zog Propst Wassner eine Paralle zu der auf dem historischen Platz befindlichen frühereren Fliehburg.
Wie die Forschungen ergaben, stand hier zur Kolonisationszeit eine Fliehburg. Die Wälle, die die Kapelle
auch heute noch umgeben lassen erkennen, dass hier einmal eine mächtige Burg gewesen sein muß.
Fast zwei Jahrzehnte war die evangelische Gemeinde Gast in der katholischen Kirche, bevor im
Rahmen des Kapellenbauprogramm die Geroldskapelle in Dahme entstand.
Im Jahre 1957 entstand der "Evangelisch-lutherische Kirchbauverein für Schleswig-Holstein e.V.", um
einem bereits seit längerem beklagten, durch den Zustrom von Flüchtlingen und Vertriebenen nach dem
Zweiten Weltkrieg verschärften Notstand abzuhelfen: der unzureichenden kirchlichen Versorgung der
Landbevölkerung. Die Initiative zum Bau kleiner Filialkirchen in weitläufigen Landgemeinden führte am
Beginn der 1960er Jahre in ein landeskirchlich gefördertes "Kapellenbauprogramm". Auf Basis zweier
Architektenwettbewerbe entstanden - beispielhaft für ländlichen Kirchbau zur damaligen Zeit - nahezu
100 Kleinkirchen.
Kein Ableger der Gruber Kirche sollte die Kapelle in Dahme sein, sondern ein selbstständiger Ort, an dem
fortan Sonntag für Sonntag das Wort Gottes verkündet wird.