Röm. 12,21
Predigt d. 2.1.2011
Röm. 12,21
Überwinde das Böse mit Gutem!
Wenn Menschen gottlos werden, dann geschieht all das, was wir gerade gesehen haben. Wenn Menschen sich aber für die Liebe Gottes öffnen, die in Jesus Christus zu uns kam, wenn Menschen sich diese Liebe gefallen lassen, dann ist der Himmel los und sie werden fähig das Böse mit Gutem zu überwinden.
Alle Menschen sehnen sich nach einer Welt des Friedens, ohne Böses. Es gab und gibt immer wieder Vorschläge das Böse zu überwinden. Sowie gestern in der Zeitung das Buch der US Autorin Gretchen Rubin, „Das Happines Projekt“ vorgestellt wurde. Der Artikel trug die Überschrift: „So werden sie Monat für Monat ein wenig glücklicher.
Januar: Tanken sie Energie. Früh schlafen, Sport aufräumen.
Februar: Denken sie an die Liebe. Hören sie auf zu nörgeln.
März: Streben sie nach Höherem.
April: Werden sie locker.
Mai: Nehmen sie das Spielen ernst.
Juni: Zeit für Freunde.
Juli: Kaufen sie etwas Glück.
August: Seien sie dankbar.
September: Frönen sie einer Leidenschaft.
Oktober: Seien sie wachsam.
November: Bewahren sie sich ein zufriedenes Herz.
Dezember: Ausbildungslager Perfektionismus.
Dies wird natürlich im Einzelnen noch mehr ausgeführt. Ich finde, daß es dort auch ganz sinnvolle Vorschläge gibt, mit denen, wenn man sie beherzigen würde vieles besser laufen würde.
Immer wieder haben sich Menschen Gedanken gemacht, wie wir aus dem Kreislauf des Bösen ausbrechen könnten.
Philosophien, Ideologien und auch Religionen versuchen dem Menschen zu sagen, wie er denn in einer guten Weise mit Seinesgleichen leben könnte.
Der Kommunismus ist und war ein Versuch den Menschen zu einem guten sozialen Wesen zu erziehen. Man hat sich sehr viel Mühe gegeben, man hat es ernst gemeint, aber in allen Ländern ist dieser Versuch gescheitert.
Ein großer Zyniker, der Wiener Dichter Nestroy, sagte einmal: „Das Böse, das in unserer Welt geschieht, wird meist verursacht von Menschen, die, ach so gut sein wollten.“
Schon der große griechische Philosoph Plato sagte: „Das ist unser Elend, das wir unser Göttliches, den guten Willen nämlich, dem Verworfensten dienstbar machen.“
„Die Wirklichkeit des Bösen, unter der wir zu leiden haben, läßt sich weder durch psychologische Theorien, welche alles verstehen und darum auch alles entschuldigen wollen, auflösen, noch durch soziale oder pädagogische Reformen allmählich zum Verschwinden bringen.“
Wir Menschen wissen, seid dem Sündenfall was Gut und was böse ist. Wir möchten zwar das Gute tun, aber wir schaffen es nicht.
Im 7. Kapitel des Römerbriefes denkt Paulus über dieses Problem nach. Er beschreibt das Dilemma, in dem er steckt. Er will das Gute praktizieren, aber erwischt sich doch immer wieder dabei, doch Böses zu denken und zu tun.
Er fragt am Schluß (Röm. 7,24): „Ich elender Mensch! Wer wird mich erlösen?“ Wer hilft mir aus dieser Zwickmühle? – Wie schaffe ich es das Böse zu besiegen?
In Vers 25 antwortet er: „Dank sei Gott durch Jesus Christus unseren Herrn!“
Jesus ist die Lösung, die Rettung in unserer Situation.
Paulus selber erlebte immer wieder, wie er durch Jesus die Kraft bekommen hat nicht Böses mit Bösem zu vergelten. Er konnte so in seinem Brief an Timotheus schreiben, (4,10ff), das er es seinen Freunden nicht anrechnen will, die alle ihn verlassen haben in einem für ihn ganz schlimmen Verhör.
Auf der Fahrt nach Rom zieht er sich nicht zurück nachdem er den Kapitän vor der Weiterfahrt gewarnt hatte, der aber nicht auf ihn hören wollte. Sie gerieten in einen Sturm, aber durch das Zureden des Paulus wurden alle trotz Schiffbruch gerettet.
Paulus konnte so handeln, weil er sich getragen und geliebt wußte von seinem gutem Herrn Jesus Christus. Es war für ihn ein Kampf, aber im Leben mit Jesus Christus bekam er immer wieder die Kraft dazu.
Jesus möchte auch uns die Kraft geben in unserem Alltag nicht Böses mit Bösem zu vergelten.
Das fängt doch schon da an, das ich überlege, rufst du Deinen Bruder nun zu Neujahr an oder nicht. Ich habe ihn doch zu Weihnachten angerufen, der kann sich doch auch einmal melden.
Wie viele solcher kleinen Dinge, wo wir aufrechnen, gerade gegenüber unseren Verwandten, entfachen Zank und Streit. – Wie du mir so ich Dir!-
Diese Jahreslosung ist ein Schlüsselwort für ein gutes soziales Zusammenleben und ein Leben als Christ.
Versuchen wir es doch in diesem Leben umzusetzen! Und immer da wo wir es nicht können laßt uns unseren Herrn um Kraft bitten dies zu leben.